Museum Lichtenau

Das Museum begrüßt seine Gäste. Wir feuen uns über jeden Besucher von groß bis klein.
Wir haben an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat für Sie geöffnet.
– Geöffnet von April bis Oktober –

Der Museumsverein Lichtenau e.V. feiert 2019 sein 10-jähriges Bestehen.

Er ist einziger Betreiber des der Marktgemeinde Lichtenau gehörenden Museumsgebäudes, welches sich im Oberen Torhaus am Marktplatz befindet und seit 2009 als Museum genutzt und seitdem kontinuierlich weiter ausgebaut und um neue Themenfelder ergänzt wird.

Museum Markt Lichtenau
Marktplatz (Oberes Torhaus)
91586 Lichtenau
>>Route (öffnet Google Maps)

Kontakt
Gemeindeverwaltung Lichtenau
Tel.: 09827 92110

Das Museum

Es war für die Gründungsmitglieder des Museumsverein Lichtenau e.V. von Anfang an ein klares Anliegen, dass man kein überfrachtetes und beliebiges Orts- und Heimatmuseum schaffen wolle, welches erkennbar ohne Roten Faden ist und mit Unmengen von Relikten und Hinterlassenschaften der Einwohnerschaft gefüllt wird.
Vielmehr wollte man ein Themenmuseum entwickeln, welches natürlich ortstypische, aber letztlich doch eher spezielle Themen der Region Westmittelfranken aufgreift und in geeigneter Form darstellt.

Hierzu gehören die Rezat-Mühlen-Ausstellung, als auch die Sammlung Feierabendziegel oder das besondere Thema Sandstein und Steinbrüche. So typisch für Lichtenau, aber auch ein überregionales Thema in und für Franken.

Abgerundet wird unser Themenmuseum neuerdings noch mit Ausstellungen zu bedeutenden Lichtenauer Persönlichkeiten, welche bislang andernorts kaum oder keinerlei Würdigung erfuhren.

Unsere Videofilme (exklusiv im Museum):

Der Lichtenauer Steinbruch, Manfred Noel/ Film- und Videoclub Ansbach e.V.
Die Fränkische Rezat Teil 1 und 2, von Walter Röber
Nadler – Die Nadelherstellung von 1930 und 1960
Der Gürtler Peter Winter 1960
Abriss des Schilling-Anwesens, vormals Badehaus, von Reinhold Grauf
Mühlen im Zandtbachtal
Herbstmarkt Lichtenau – Lichtenau 750 Jahre (1996)

Was bisher geschah…

Alles begann mit der Gründung des Vereines 2009 in der Weinstube Leidel in Lichtenau. Das obere Torhaus, in dem sich das alte Ladengeschäft der Familie Himmelseher befand, musste hergerichtet werden. Die alten Vitrinen und Schränke wurden zerlegt, Räume danach gestrichen und tapeziert. Zug um Zug wurden dann die ersten Ausstellungen in die Räume implementiert, oft fanden die notwendigen Maßnahmen, wie eine professionelle Beleuchtung oder Darstellungsweise, die Unterstützung durch Sponsoren vor Ort.

2009 – Gründung des Vereins
2009 – Erste Ausstellung „alte Bügeleisen und Nähmaschinen“
2010 – Buchvorstellung „Lichtenau und seine Menschen“ von Dr. Rechter
2010 – Aufbau der Tafeln „Historischer Weg“ an markanten Punkten in Lichtenau
2011 – Ausstellung „Der Steinbruch“
2012 – 1. Museumstag mit der Ausstellung „Mühlen an der fränkischen Rezat“
2013 – 2. Museumstag mit Oldtimer-Treffen
2014 – 3. Museumstag mit der Ausstellung „Gürtler-Schmied-Nadler“
2014 – Die Bauarbeiten beginnen „Abbruch des Balkons“
2015 – Aufräumarbeiten im Nebengebäude (Saustall)
2015 – 4. Museumstag mit Diakoniefest, Eröffnung der Bauernstube
2016 – Internationaler Museumstag – „Fränkisches Wirtshaus“ mit Luftbildern aus 1956
2017 – 6. Museumstag mit der Ausstellung „Bedeutende Söhne Lichtenaus“ Teil 1
2018 – 1. Museums-Vesper mit Wirtshaussingen (Einblicke in die Rezat-fränkische Bratwurstkultur)
2019 – 2. Museums-Vesper mit Wirtshaussingen
2019 – Museumstag mit Diakoniefest, Ausstellung „Bedeutende Söhne Lichtenaus“ Teil 2

Und viele, viele weitere tolle Aktivitäten.

So wurde auf die Initiative des Museumsvereins hin (19.05.2012) die erheblich beschädigten Wappen in der Festungsmauer erneuert. Der Ansbacher Steinmetz und Bildhauer Reinhard Vogel setzte diese dem Vorbild entsprechend aus feinkörnigem Sandstein, unentgeltlich an und setzte diese ein.
Überall war man dabei, veranstaltete Weihnachtsbasteln,  dörrte Gemüse und verkaufte selbstgemachte Nudeln und Marmelade.
Seit 2010 beteiligte sich das Museum auch aktiv an der Aktion Ferienpass. Dabei konnten die Kinder viel lernen und entdecken. Themen wie „Historisches Bauen“, „Die Festung“, „Papier-Tinte-Siegel“ oder das „Historische Handwerk“ sorgten für eine Reise in die Zeit um 1960.
Und klar, am Weihnachtsmarkt, ist man auch vor Ort. Ist das Obere Torhaus schließlich einer der drei Zugänge zum Markt. Außerdem gibt es nur dort den weißen, fränkischen Glühwein.

Sandstein als Baumaterial und Steinbrüche in Lichtenau und Umgebung:

Eine sich ständig im Museum befindliche Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Sandstein als historischem Baumaterial und Sandsteinvorkommen bzw. Abbaugebiete in Lichtenau und Umgebung. Hierzu zählen auch die lokalen Sandsteinbrüche, aus deren Sandstein eine Vielzahl von Gebäuden, Brücken, Kirchen und Festungen bzw. Schlösser errichtet wurden, auch überregional.

Zu sehen ist ein 3D-Modell eines historischen Steinbruchs, viele originale Werkzeuge zum Sandsteinabbau und der Bearbeitung, die Geschichte der Lichtenauer Sandsteinbrüche, Informationen über weitere Steinbrüche in Mittelfranken, als auch historische Verwendungshinweise nebst Fotomontagen und Kartenmaterial. Auch ein in Eigenregie produzierter Film über das Steinbruchgelände Lichtenau kann gezeigt werden.

Die Mühlen an der fränkischen Rezat – von Oberdachstetten bis Georgensgmünd

Eine weitere ständige Ausstellung zeigt das Thema „Mühlen an der Fränkischen Rezat“. Und zwar beginnend von der Mündung nahe Oberdachstetten bis zur Vereinigung mit der Schwäbischen Rezat unterhalb Georgensgmünd.

Zudem werden die Mühlen auf dem Gemeindegebiet im Detail vorgestellt, auch wenn diese nicht direkt an der Rezat liegen, sondern an Zuflüssen wie dem Zandtbach. Stichwort „Malerisches Zandtbachtal“.

Vorgestellt werden alle Mühlen – ehemals oder noch aktuell vorhanden – entlang der Rezat mittels historischem Foto- und Kartenmaterial. Zudem werden soweit bekannt chronologisch die Besitzer der Anwesen aufgeführt.

Ein Mühlenmodell, historische Getreide- und Mehlsäcke, viele Werkzeuge und Gefäße, aber auch antiquarische Schriften und Bücher runden das Thema „Müllerei“ ab.

Handwerker – Gürtler, Nadler und Schmied

Handwerk hat lange Tradition in der Marktgemeinde Lichtenau.

So zum Beispiel das ausgestorbene Nadler-Handwerk, welches sich schon im frühen 16. Jh. in Lichtenau mittels eigener Nadler-Ordnung anno 1518 nachweisen lässt.
Das Museum zeigt weiterhin eine komplette Gürtlerwerkstatt mit einer Vielzahl an historischen Beschlägen, aber auch alte Schmiedewerkzeuge und Informationen und Filme rund um die Nadler.

Highlight ist ein originaler, 85 kg schwerer Amboss für die Lichtenauer Steinbruchschmiede aus dem späten 17. Jh., hergestellt in der ehemaligen Hammerschmiede der Fam. Schäff in Wallersdorf.

Bedeutende Persönlichkeiten der Marktgemeinde Lichtenau

Derzeit behandeln zwei Ausstellungsräume im Museum bedeutende Lichtenauer.

Eine 2017 eröffnete Ausstellung widmet sich zwei bekannten historischen Persönlichkeiten, dem großen Genealogen und Geschichtsforscher des späten 18.Jh. „Johann Christoph Gatterer“ und einem bekannten Dichter der Spätromantik im 19.Jh., „Oscar von Redwitz“.

Die zweite, 2019 eröffnete Ausstellung zeigt einen berühmten Mediziner, Forscher und Hochschullehrer – „Prof. Dr. Franz Paul Seitz“ – und einen Advokaten und Schriftsteller – „Johann Georg Leuchs“ – welcher im Zuge der sog. „Palm-Affäre“ erst spät Bekanntheit erlangen sollte. Anders als lange vermutet, ist eigentlich er der Verfasser der Streitschrift, die ursächlich dafür war, dass Napoleon Bonaparte den Verleger der Schrift – Johann Philipp Palm aus Nürnberg – 1806 in Braunau am Inn hinrichten ließ.

Zudem sind das nachempfundene Arbeitszimmer und diverse Werke des 1930 in Lichtenau geborenen Schriftstellers Wolf Klaussner zu sehen.

Sammlung Feierabendziegel

Das Museum Markt Lichtenau beherbergt einen großen Fundus von sogenannten Feierabendziegeln.

Diese historisch bedeutsame Ziegel-Sammlung besteht im Wesentlichen aus der Schenkung zweier Wohltäter an den Museumsverein.

Zu sehen sind herrlich verzierte First- und Dachziegel aus der Zeit des 15. Jh. bis zum Ende des 19. Jh.

Ob uralte Ziegel von Kirchendächern aus der nächsten Umgebung oder Ziegel von Bauernhöfen oder Bürgerhäusern. So mancher dieser Ziegel stammt sogar aus der ehemaligen Ziegelei im Lichtenauer Ortsteil Herpersdorf, die nach dem 30-jährigen Krieg mit der Herstellung begann und deren Relikte noch heute auf so manchen alten Lichtenauer Dächern schlummern.

Museum Markt Lichtenau

Besuchen Sie Lichtenau und tauchen Sie ein in die Vergangenheit des Marktes, der Leute und der Festungsanlage.
Für weitere Infos, wie Öffnungszeiten, Führungen und Termine steht Ihnen die Gemeindeverwaltung Lichtenau gerne zur Verfügung: Tel.: 09827 92110

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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