Die Festung Lichtenau

Imposante Festung der Freien Reichsstadt Nürnberg gegen die Markgrafen von Ansbach. Mächtige Wallanlagen mit Ecktürmen an allen fünf Ecken. Im Schlossbau befindet sich eine Außenstelle des Bayerischen Staatsarchivs. Besichtigung des interessanten Außenbereichs der Festung jederzeit möglich.

Führungen nach Vereinbarung.

Die Festung Lichtenau geht auf eine mittelalterliche Wasserburg zurück. 1406 kaufte Nürnberg den Ort und die Burg Lichtenau von Friedrich II. von Heideck. Durch die Lage Lichtenaus als taktischer Vorposten der Reichsstadt Nürnberg innerhalb des Territoriums der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach kam es in der Geschichte häufig zu Spannungen und zu Zerstörungen während kriegerischer Auseinandersetzungen.

Festung Lichtenau
Von-Heydeck-Straße
91586 Lichtenau
>>Route

Kontakt
Gemeindeverwaltung Lichtenau
Tel.: 09827 92110

Festung Lichtenau

Im Jahr 1246 wird die Festung Lichtenau erstmals urkundlich erwähnt. Rudolf von Dornberg vermachte testamentarisch seiner Gemahlin Kunigunde das „feste Schloß Lichtenau“. Eigentümer ist jedoch das Reich. 1288 sind nach dem Interregnum die Eigentumsrechte des Reiches an Lichtenau verblasst, so dass eine Tochter des letzten Dornbergers die Feste als rechtes Erbe ihrem Gemahl Gottlieb von Heydeck zubringen kann. Geschichtsträchtig geht es weiter, bis 1406 die Feste an die Reichsstadt Nürnberg verkauft wird. Die Festung Lichtenau wird immer wieder durch die Ansbacher Markgrafen angegriffen, bis 1806 der Besitz an das Königreich Bayern fällt. Ab diesem Zeitpunkt bis 1973 wird die Feste als Gefangenenanstalt genutzt.
Es folgt eine umfangreiche Restaurierung und danach die Nutzung als Außenstelle des Staatsarchivs Nürnberg.
In den Sommermonaten wird der Innenhof der Festung Lichtenau für Veranstaltungen, wie das Miniburgfest und Konzerte, genutzt.

Unter dem Titel „Der Nürnberger Stachel im Fleisch der Ansbacher Markgrafen“ wurde ein Rundweg als „Historischer Weg“ angelegt. An verschiedenen Standorten befinden sich hierzu Informationspunkte. Die erste Tafel befindet sich auf dem Festplatz Lichtenau, Windsbacher Straße.
Führungen erfolgen durch den Museumsverein e.V..
Anmeldung beim Markt Lichtenau oder während der Öffnungszeiten des Museums.

Geschichte

1246 – Erste Erwähnung als „castrum Lichtenowe“ im Besitz von Rudolf von Dornberg
1288 – Die Burg Lichtenau geht als Erbe an  den Edelfreien Gottfried von Heideck als Gemahl der Kunigunda von Dornberg
1331 – Verkauf von Dornberg und der Stadt Ansbach durch Ludwig Graf von Öttingen an die Burggrafen von Nürnberg
1386 – Friedrich II. von Heideck wurde Nürnberger Bürger und räumte der Reichsstadt das Öffnungsrecht über alle Heidecker Burgen ein
1388 – Die Burg Lichtenau wird Nürnberg im Städtekrieg zur Verfügung gestellt
1406 – Friedrich II. von Heideck verkauft den Ort und die Burg Lichtenau an Nürnberg
1449 – Erster Markgrafenkrieg, Albrecht von Brandenburg eroberte die Burg
1553 – Zweiter Markgrafenkrieg, Albrecht II. Alcibiades (Brandenburg-Kulmbach) zerstört die Festung
1630 – Fertigstellung des Wiederaufbaus der Festung durch die Reichsstadt Nürnberg
1631 – Belagerung und Übergabe der Festung an die kaiserlichen Truppen unter Tilly
1688 – Erfolgloser Überfall der Festung durch die Truppen des französischen „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV
1806 – Lichtenau, Franken und Nürnberg gehen an das Königreich Bayern
1806 – Nutzung der Festung als Gefangenenanstalt
1973 – Nutzung als Außenstelle des Staatsarchivs Nürnberg

Museum Markt Lichtenau

Besuchen Sie Lichtenau und tauchen Sie ein in die Vergangenheit des Marktes, der Leute und der Festungsanlage.
Für weitere Infos, wie Öffnungszeiten, Führungen und Termine steht Ihnen die Gemeindeverwaltung Lichtenau gerne zur Verfügung: Tel.: 09827 92110

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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